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Schlagwort: Hip Hop

Fertiges Album: auf in die Natur!

Fertiges Album: auf in die Natur!

Gleich zwei Dinge, die mich in letzter Zeit ziemlich beschäftigt hielten, werde ich im Laufe des Februars abschließen: zum einen meine Bachelorarbeit, für die ich ja im September und Oktober in Kolumbien forschte, und seit dem viel Zeit am Schreibtisch damit verbrachte, all diese Erhebungen auszuwerten. Zum anderen das Album „Utopía“ meines Musikprojektes „Fremdgang“, für welches ich vor allem mit Flo und Eric in den letzten zwei Monaten viel Zeit im Studio verbrachte, und jetzt darauf warte, dass die CD das Presswerk verlässt. (Was das alles ist und soll und vor allem wie sich das anhört, seht ihr auf der Fremdgang-Seite, oder auch auf unserer Facebookseite). Da habe ich mir etwas Urlaub doch verdient, dachte ich mir, und werde nun zusammen mit Torben fünf Tage in die Böhmische Schweiz fahren, die unter einer vom sibirischen Wetter verursachten, bildhübschen Schneedecke liegt. In einer kleinen Pension am Rande des Nationalparks und der Grenze zur Tschechischen Republik werden wir ein wenig zur Ruhe kommen, und von dort aus wandernd (und in Schichten von dicker Kleidung gepackt) eins der schönsten Naturgebiete unseres Landes erkunden… wir sind gespannt was uns dort erwartet! Wenn ihr Tipps oder Erfahrungen habt, freuen wir uns da natürlich sehr drüber.
Bis dahin hört euch schonmal das Medley des Fremdgang-Albums an und schreibt mir, wenn ihr auch eines kaufen möchtet, dann bekommt ihr sie direkt zugeschickt – ihr freut euch über die Musik, und wir darüber, dass wir unsere Kosten gedeckt kriegen. Und natürlich darüber, dass ihr euch freut. Mit dem Gedanken im Kopf freu ich mich wiederum umso mehr aufs Wandern.

Calle 13 und Chocquibtown im Konzert

Calle 13 und Chocquibtown im Konzert

Eine ehemalige Stierkampfarena voller Paisas (Einwohner Medellíns), deren Lautstärkepegel die riesige Stereoanlage übertrifft, eine Bühne mit Liveinstrumenten, die es mit jedem Rockkonzert aufnehmen können, Schlagzeuge, Bongos, Gitarren, Blechbläser, blitzende Lichter, und an den Mikrofonen erst die kolumbianische Hip Hop Crew Chocquibtown, aus dem hauptsächlich von Afrokolumbianern bewohnten Chocó (toll für meinen Thesishintergrund 😉 )und dann Calle 13, eine mittlerweile in ganz Lateinamerika bekannte Crew aus Puerto Rico. Beide ließen auch ihre politischen Statements nicht außen vor, und Residente von Calle 13 holte das Plakat eines Fans auf die Bühne, auf dem zu lesen stand „El que lee poco, dispara mucho“ (Wer wenig liest, schießt oft), ein Slogan im Zusammenhang mit einer geplanten Ökonomisierung der kolumbianischen Bildung. Einen kleinen Eindruck gibts in Videoform. Wer mehr von den beiden Interpreten hören will: Nächsten Donnerstag, den 22.9., werde ich per Skype live in der Stadtvögel-Sendung „The/Las Americas“ mit Torben über Musik aus beiden Kontinenten reden, und darunter auch diese beiden Interpreten ausgiebig spielen.

Deutschland-Reise: Hamburg

Deutschland-Reise: Hamburg

Als wir erschöpft in unserem Hotelzimmer lagen, ausgelaugt von einer Besichtigungstour auf der wir gerade einmal Hafen-City und die Elbphilarmonie hatten sehen können, nach unserem privaten Kampf mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Einchecken in unserem ersten und hoffentlich einzigen Hotel auf unserer Reise, dachten wir, wir hätten schließlich den befürchteten Knick in unserer bisher so erfolgreichen Tour erreicht. In Hamburg angekommen, trafen wir uns mit Anke, einer Freundin Torbens aus alten Zeiten, die jedoch schon wenige Stunden später die Stadt gen Süden verließ. In einem Feinkostladen mit Restaurant, geführt von einer Freundin Ankes, bekamen wir nicht nur das wahrscheinlich beste Wiener Schnitzel im Norden Deutschlands, sondern auch ein paar Tipps für unsere Zeit in Hamburg von dem typisch hamburgischen Urgestein hinter der Theke. Nach erwähntem touristisch anmutenden Nachmittag ging es am Abend allerdings wieder steil bergauf, so dass wir am Freitag auch Hamburg mit einem mehr als guten Blick zurück verlassen können, und gerne noch länger geblieben wären – warum?
Nun, zuerst trafen wir uns mit Bo Flower aka Flo Bauer, einem seit inzwischen 14 Jahren aktiven Musiker, den wir aus der Hipp Hop Szene kennen, der aber inzwischen auch Kinderlieder produziert und so von der Musik leben kann. Wir interviewten ihn für unsere Stadtvögel-Sendung, wo er nun nicht nur in unserer Roadtrip-Sendung am 11.8. auftauchen wird, sondern im September auch in einer extra Sendung mit ausgiebigem Interview über sein soziales Engagement, seine derzeitige rosa Brille und die zwei EPs, welche er in diesem Sommer veröffentlicht. Die erste, „Wo Wo Wo“, ist ab dem 5.8. verfügbar, und läuft jetzt schon bei uns im Auto auf Rotation, die zweite ist eigentlich noch ein ganz geheimes Ding. In ganz Hamburg weisen nur mysteriöse magentafarbene Poster mit dem Titel „Magenta“ und dem Schriftzug „Bo Flower“ auf die gleichnamige EP hin, doch um was es sich da eigentlich handelt, das wird erst in wenigen Wochen öffentlich gemacht, und dann Mitte August zu kaufen sein. Wir sind selbst noch wahnsinnig gespannt, diese EP konnte er uns nämlich noch nicht geben, da sie eben noch gar nicht fertig ist.
Nach dem sich recht langziehenden Interview kamen wir mit lateinamerikanischer Pünktlichkeit nach Sankt Pauli, wo wir uns mit einem Freund Ankes trafen, der angekündigt hatte, umbedingt mit uns feiern gehen zu müssen. Und, ganz ehrlich: Bernd machte – obwohl wir ihn ständig wegen seines Alters aufzogen… – die Nacht zu einem fantastischen Ereignis. Solltet ihr mal nach Hamburg gehen, stellt sicher, dass ihr euch mit ihm trefft, er weiß wirklich, wie man in Hamburg zu feiern hat. Dass die letzte Bar, das „Bambi“, so ungefähr die besten Hip Hop Tranks aller Zeiten spielte, hinterließ natürlich auch eine entsprechende Begeisterung bei uns.
Nach entsprechendem Ausschlafen schlenderten Torben und ich heute dann noch an den Landebrücken der Elbe entlang, kehrten zu Kaffee und Tapas in einer Bar in der Schanze ein und zwangen uns, unsere Mitfahrer nicht hängen zu lassen, und nachmittags tatsächlich weiter Richtung Süden zu fahren, so gerne wir auch geblieben wären. Aber wiederkommen… das werden wir bestimmt!