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Monat: Januar 2011

Im Vulkan schwimmen / Cartagena corriente

Im Vulkan schwimmen / Cartagena corriente

Im Vulkan schwimmen
Der Schlammvulkan TotumaHeute hab ich eins meiner grossen Wunschziele abgehakt: auf einen aktiven Vulkan steigen und in den Krater sehen – und damit noch nicht genug: ich hab sogar drin gebadet. Doch keine Angst – es ist ein ganz harmloser, kleiner Vulkan. Der Totuma, knappe 50km (3 Stunden mit 2 verschiedenen Bussen und einem Motorrad!) von Cartagena entfernt (wo ich mich inzwischen seit gestern befinde, jedoch noch nicht so viel von gesehen habe) ist grade mal 20m hoch und per Holztreppe in kürzester Zeit zu besteigen. Und er spuckt auch kein Feuer – der Legende nach besprühte ein Priester ihn einst mit Weihwasser, seit dem findet sich im Inneren des am Rande eines Sees stehenden Kegels statt Lava… Schlamm! Richtig: wahnsinnig dickflüssiger, grauer Schlamm, der jüngsten Erkenntnissen zufolge auch noch gut für die Gesundheit ist. Und deshalb kommen immer mehr (zum Glück während ich da war, nicht allzu viele) Kolumbianer und Ausländer hier her und zahlen 5000 Pesos, um dort hochzusteigen und ein Bad im Schlamm zu nehmen. Ich schwimme im SchlammKonnte ich mir natürlich auch nicht nehmen lassen. Das Zeug ist so dickflüssig, dass jede Bewegung schwer fällt und man automatisch nach oben treibt, wenn man mal eine Bewegung hinter sich hat, bleibt man in dieser Position „stecken“… faszinierend. Dazu kühlt er noch angenehm auf der Haut, und man kann ihn glattstreichen und Formen reinzeichnen. Freut sich der Waldorfschüler. 😀 Das alles mit Aussicht auf den riesigen See und strahlende Sonne, bevor man dann von oben bis unten mit grauem Schlamm bedeckt zum See hinunterläuft und sich in einem erfrischenden Bad die Sütche vom Körper wäscht. Der Rückweg war dann leider noch langwieriger wegen Abendverkehr und nicht mehr verkehrendem Bus (also noch ne längere Strecke auf dem Motorrad), aber trotz dem sehr komplizierten Hin- und Rückweg kann man sich eine solche Erfahrung doch wirklich nicht entgehen lassen. Allein schon um sagen zu können: ich hab in nem Vulkan gebadet! Muss ja keiner wissen, dass es ein Schlammvulkan war 🙂

27.1.11, Cartagena, Kolumbien

Cartagena Corriente
Nachdem ich heute früh endlich mal den „richtigen“ Hafen gefunden hatte (der Club Nautico für Yachten) fand ich dort sogar einen Kapitän, der laut Auskunft der Clubverwaltung „heute oder morgen“ fährt – nachdem ich auf sein Boot geschifft wurde, es mir ausgiebig angesehen hatte und mit dem Käptn Ariel gesprochen, bekam ich folgende Details: morgen, 29.1., Abfahrt für 400$, Essen leider nicht inklusive aber Küche verfügbar für Selbstversorgung, 3 Nächte, 2 Tage davon auf Hochsee, den Rest bei den Inseln San Blas vor Panama, 10 Leute an Bord, eine mehr oder weniger breite Kajüte für zwei Personen. Ich konnte nicht nein sagen, auch wenn ein Flug 260$ kostet (aber mit Taxi, Flughafengebühr und dem eingesparten Hostel wärs wohl auch auf 300$) – allein wegen der Erfahrung und den Inseln. Also hatte ich, wie mir bewusst wurde, nur noch den heutigen Tag Zeit um Cartagena de las Indias kennenzulernen.
Nachdem ich dem Käptn Anzahlung und Pass vorbeigebracht hatte (schon ein ungutes Gefühl so den Pass wegzugeben, aber der braucht halt nen Ausreisestempel) machte ich mich also auf in die mauernumringte, historische Innenstadt, die ich bisher nur abends gesehen hatte.Abenddämmerung in CartagenaLeere Gasse im historischen ZentrumVolle Gasse im historischen Zentrum Saftpresser
Und es ist wie ein anderes Land: kleine Gassen, schicke Häuser mit teuren Restaurants, nur wenige Strassenverkäufer (und die eher Artesania), dafür wieder mehr „Hey my friend, where you from“-Sprüche. Nichtsdestoweniger eine schöne, interessante Stadt. Ich lief einmal im Zickzack von der Kathedrale zur Plaza Bolivar zur Stadtmauer und nachher durch kleine Gässchen zurück, nahm einen Schwenk durchs „Handwerkerviertel“ Getsemanie, wo auch mein Hostel ist (sehr viel natürlicheres Viertel, in dem trotz einiger Touristen auch normale Leute leben) und Castillo San Felipe von Cartagenaerklomm dann die Festung San Felipe, die einst die reiche Handelsstadt vor Piraten beschützte. Zurück im Zentrum sah ich mir das Museum moderner Kunst an (nicht so toll) und das Convento de Sand Pedro Claver, benannt nach einem Priester/Missionar, der sich seinerzeit um das leibliche und geistige Wohl der Sklaven kümmerte und so wenigstens ein wenig deren Situation verbesserte.
Nach diesem für mich eigentlich unüblichen 1-Tages-Besichtigung-Run der Stadt war ich erstmal KO und verbrachte eine Weile auf der Stadtmauer spazierend den Sonnenuntergang betrachtend. So schnell und unerwartet ist er da, mein letzter Abend auf kolumbianischen Boden. Und da ich noch packen und einiges Zeug vor meiner Abreise erledigen muss, und bisher noch nicht weiss, zu welcher Uhrzeit ich morgen in See steche, sitze ich etzt noch einen Moment im von Springbrunnen umgebenden Parque Bolivar, höre die Livemusik von einem Open-Air-Konzert um die Ecke und werde mich dann auch schon verabschieden müssen von diesem herrlichen Land – Doch Es lebe Kolumbien!wer weiss schon, wann ich wiederkommen werde. Denn es gibt immer noch so viel hier zu entdecken.
Aber jetzt bin ich erstmal offen für meine erste Hochseefahrt und dann… Panama!

28.1.11, Cartagena, Kolumbien

Cartagenas Stadtmauer bei Sonnenuntergang

Paragliden in Bucaramanga / Bolivar an der Küste

Paragliden in Bucaramanga / Bolivar an der Küste

Paragliden in Bucaramanga
Aussicht vom GleitschirmWas für ein umständlicher Weg nach Ruitoque, bloss um ein wenig Gleitschirm zu fliegen ;). Vom Cañon per Anhalter zur Carretera 45 gekommen, fand ich nach langem Warten schliesslich einen Bus nach Bucaramanga – der sich allerdings gehörig verspätete, weil ein guter Teil der Strecke kaum befahrbar ist und wir gute 2h warten mussten, bis die Strassensperre uns durchliess. Das Gute daran: ich unterhielt mich mit einem Student, durch den ich gleich auch eine Unterkunft bei einer Freundin in Buca bekam, die am selben Abend ihren Geburtstag feierte. Party bei fremden Kolumbianern, Couch umsonst – es lebe Kolumbien! 😉
Auf der Suche nach einer Fahrtmöglichkeit zur Gleitschirmlocation Ruitoque fragte ich an der Bushaltestelle eine Frau, die meinte „ah, zum Paragliden?“, stieg mit mir in den Bus nach Floridablanca, wo sie mir dann zeigte, von wo aus ich wiederrum den nächsten Bus dorthin nehmen könne – da kam ihr Bruder an und meinte „ich fahr doch jetzt eh grad hoch“, und nahm mich in seinem klapprigen Mazda-Pickup mit. Und ja, sowas ist hier in Kolumbien normal. Dort oben angekommen fand ich leider das scheinbar einzige Hostel ausgebucht und lief fast eine Stunde mit meinem Riesenrucksack durch die Landschaft, bis mir ein Mann an der Strasse erklärte, wenn ich diesen Feldweg runter und an dem grossen Stein dahinten vorbeiginge, käme ich zum (inoffiziellen) Hintereingang eines Zeltplatzes. – der sich als privater Club entwickelte, auf dem mir der Eigentümer aber trotzdem problemlos ein Zelt lieh und ich so direkt am Pool zelten konnte ;).
Um 3 Uhr war dann das Zelt aufgebaut, ein Hamburger verzehrt und Jesko glücklich und heiss darauf, in die Luft zu kommen. Also ging ich den versteckten Waldweg zurück nach Ruitoque und kam nach etwa 40 min schliesslich beim „Vuelo Libre“-Platz an. Erstmal schonmal fantastische Aussicht auf Buca und die Landschaft. Einer der Tandempiloten liess dann das Ausleihen mit sich klären, aber meinte „später“, weil der Wind noch so stark sei. Es starteten allerdings auch andere Piloten, was ein bisschen deprimierend war – so im Gras zu liegen und zu sehen, wie mehrere Schirme bei optimalen dynamischen Bedingungen am Hang soaren … Paragliden bei Bucaramangaum kurz vor 5 bekam ich dann für 50 Lukas nen Schirm – legte einen nahezu makellosen Rückwärtsstart hin (womit ich gar nicht gerechnet hatte) und fing direkt an zu steigen – was für ein Augzug! Eine breite Strecke nach links und rechts fliegend baute ich ordentlich Höhe auf und machte mich nach 45 min nur deshalb wieder zum Landen auf dem Startplatz auf, weil es ein paar Tropfen regnete und der Typ durch Funk meinte, ich solle doch besser landen (später merkte ich, dass es bei den paar Tropfen bleiben sollte, aber egal). Es war ein absolut herrlicher Flug, entspannt, ohne viel Funk-Generve, ohne anstrengende Thermiksuche, mit Blick auf die Stadt und die untergehende Sonne und etwa 10 anderen bunten Schirmen in der Luft – hätte ich meinen eigenen Schirm mit, würde ich wahrscheinlich noch länger hier bleiben und tagelang einfach nur am Hand soaren 🙂 …aber kein Problem, denn nach so einem schönen Flug habe ich schliesslich eine optimale Erinnerung an Buca, und was will ich da noch mehr?

23.1.11, Bucaramanga

Bolivar an der Küste
Santa Marta PromenadeGestern noch im Herzen des Landes, heute an der Küste – nachdem ich gestern schön gemütlich im Zelt aufwachte und erst mal ein Morgenbad im einsamen Pool nahm, nutzte ich die Morgenstunden für einen Spaziergang um Ruitoque und ein eher spärliches Frühstück. In der Erwartung, am frühen Nachmittag von Buca aus einen Bus nach Santa Marta an der Küste zu bekommen, fuhr ich mittags dorthin zurück, um dann gegen 1 am Terminal festzustellen, dass nur einer um 8:30 abends fährt. So hatte ich also noch Zeit, um mir ein wenig Bucaramanga anzusehen, eine wenig aufregende, recht angenehme Stadt – v.a. abseits der prall gefüllten Fussgängerzone. Hat nen schicken Blumenmarkt und natürlich die Plaza Bolivar, die in Kolumbien allgegenwärtig ist: was in Peru noch „Plaza de Armas“ und in Ecuador der „Parque Central“ ist, ist hier in nahezu jeder Stadt dem Libertador Maximo gewidmet (zu welchem ich weiter unten nochmal komme). Über Nacht gings dann an die Karibikküste, wo ich in einem Backpackerhostel („Noctámbulo“) untergekommen bin, und vor habe, eine Nacht zu bleiben. Bisher völlig ahnungslos, was es hier überhaupt gibt, stellte ich nach einer Recherche fest, dass ich mich in der ältesten Kolonialstadt Kolumbiens befindet – was man in machen Strassen, die Alt-Havanna nicht unähnlich sind, durchaus auch sieht. Neben der Kathedrale, dem Goldmuseum und der Strandpromenade (Juhuu!) ist Sta Marta bei Touris v.a. Ausflugsstart zur „Ciudad Perdida“ der hiesigen Indigenas. Klang sehr verlockend – ist aber nur per 5-Tages-Wandertour erreichbar, also leider für mich gestorben. Stattdessen fuhr ich bei der Quinta San Pedro Alejandro vorbei, einem Anwesenheit ausserhalb der Stadt, in der der „grosse Befreier“ Bolivar vor 200 Jahren gestorben ist Bolivar-Denkmal– Das kann man sich natürlich nicht entgehen lassen und gleich ein bisschen Geschichtsunterricht in angenehm grüner Umgebung geniessen. Für alle, dies nicht wissen: Bolivar führte damals den Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien an und befreite Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Peru und den von ihm nebenbei gegründeten Staat Bolivien – daher dessen Name. Er wird natürlich masslos als Vater der Andenstaaten verherrlicht, und dass auch er insofern kaum was anderes als ein Guerilla seiner Zeit war (der nebenbei in dieser Villa eines Freundes von Sklaven bedient wurde), sollte man hier natürlich nicht erwähnen. Wie so oft liegt der Unterschied darin, dass er zu den Gewinnern gehörte und natürlich darin, dass er bei seinem Ideal blieb und nicht bis ins sinnlose Blutvergiessen kämpfte – sein eigentlicher Traum ist übrigens immer noch nicht in Erfüllung gegangen: ein vereinigtes (Süd)amerika – stattdessen zerfiel dass damalige Grosskolumbien in mehrere Staaten, bis zur Abspaltung von Panama.
Aber jetzt genug Historie, das Wetter ist warm, der Himmel ist blau – und ich geh jetzt an den Strand!

25.1.11, Santa Marta, Kolumbien

Medellin / Cañon Rio Claro

Medellin / Cañon Rio Claro

Am Seil
Gestern hing ich viel am Seil. Erst probierte ich die zweite noch verbleibende Metrocable-Seilbahn nach Santo Domingo aus, um von dort aus mit der nächsten Linie noch weiter westlich bis hoch nach Arvi zu fahren – insgesamt 40 min. Fahrt, erst über immer ärmer werdende Barriados, schliesslich über nur von einzelnen Hütten besiedeltes Wildland und sogar dichten Wald bis hoch zum Parque Arvi. Ich rechnete eigentlich nur mit einem kleinen Pärkchen, aber das ist schon mehr als nur ein Naherhohlungsgebiet. Die Karte an der Station offenbarte mir und den beiden Dozenten aus Popayan, dass wir am Eingang eines riesigen Geländes standen. Da ich mich für 3 Uhr mit Jessica verabredcet hatte, entschieden wir uns für einen kurzen Wanderweg zum See von Aguas Blancas, wo wir nach einem schönen Fussmarsch durch Nadel- und Laubwald nach 30 min ankamen. Canopy über den SeeWie wir dort feststellten, kann man an diesem, nebenbei echt hübschen See auch Canopy machen – an einem Gurtzeug hängend mit 70 kmh am Seil über selbigen See düsen. Eine sehr lustige Sache, leider leider viel zu schnell vorbei.Ich kurz vorm Canopy
Nachmittags wieder in der Stadt traf ich mich mit Jessica, die mir einen kostenlosen Eintritt in den Parque Explora verschaffe, wo sie als guia arbeitet. Da der Park schon wenig später schlosws, kamen wir leider nur dazu, uns die draussen stehenden „Physikspiele“, den Saal „Verlorenes Amazonien“, das Aquarium und den Technikraum anzusehen. Der grösste Teil etwas verspielt, aber toll, um die Wissenschaften sozusagen „populärverständlich“ zu machen. Aquarium Explora, MedellinÜberhaupt legt Medellin viel Wert auf Wissen und Kultur – zahlreiche Bibliotheken, die riesige Uni, und im Parque des los Deseos ähnlich veranschaulichende „Spielzeuge“. Heute dann mehr davon, der botanische Garten, das „Pueblito Paisa“ (eine kleine Replik eines Paisa-Dorfes auf einem Natur-strotzenden Hügel mitten in der Stadt), und Open-Air-Kino am Parque de los Deseos. Was für eine tolle Stadt, und das bei optimalem Klima: die Stadt wird nicht umsonst die Stadt des ewigen Frühlings genannt.

20.1.11, Medellin, Kolumbien

Cañon Rio Claro
Über mir kreischen die Fledermäuse vo9n über 1m Flügelspannweite. Die aus glattestem Marmorstein bestehende Höhle, in der ich bis zur Hälfte im Wasser stehe, ist stockfinster. Unser Guia macht die Taschenlampe wieder an, und auch die Lichter der anderen erhellen nun die Decke, die sich weit über unseren Köpfen erspannt. Das sind die Cavernas des Cañon Rio Claros, mitten in einem privaten Naturschutzgebiet zwischen hundert Jahre alten Primärwald-Bäumen. Als ich gestern gegen 3 Uhr hier ankam (Hostel für gerade mal 20000 am Eingang) war ich leider zu spät für die Höhlentour um 2, und verbrachte so den Nachmittag damit, Marmorstrand Rio Clarodurch diese herrliche Landschaft zu laufen, teils befestigte Wege, teils Trampelpfade, auf der einem auch mal eine handgrosse Trarantula über den Weg laufen kann (ich war barfuss!), immer an der Seite des breiten, mit starker Strömung versehenen Rio Claros, zu dessen Seiten sich reichhaltige Dschungellandschaft und steile Cañon-Felswände erstrecken. Im Januar ist der Fluss angeblich auch am schönsten – Glück gehabt. Rio Claro vom 8m-SprungEin bisschen an verlassenen Ecken oder am vielbesuchten Marmorstrand schwimmen, von einem 8m hohen Wegstuck in die Fluten springen – es ist ein Paradies.
Heute war ich dann überpünktlich zur 10-Uhr-Tour dort und brach mit einer 8-Personen Gruppe auf. Fast 2h Fussweg durch immer dichter werdende Selva, teils Primär, teils Sekundär, über Marmorstein und Baumwurzeln kletternd, kamen wir schliesslich am Höhleneingang an und machten uns auf unseren 1h-Trip durch die Finsternis auf. Wir schwammen durch metertiefe Becken, sprangen kleine Wasserfälle hinunter und rutschten über glatten Marmorstein, am Ein- und Ausgang begleitet vom Kreischen der Fledermäuse über uns. Was für ein einmaliges Erlebnis! Ausgang der HöhlenAn einem Seil kletterten wir abschliessend den Wasserfall hinunter und schwammen auf die andere Flussseite zum Kiesstrand. Fotos gibts von alldem natürlich nicht (versuch mal mit ner Kamera zu schwimmen 😉 ), dafür eine wärmste Empfehlung an jeden Kolumbienreisenden – das dürft ihr nicht verpassen!

22.1.11, Cañon Rio Claro, Kolumbien

Un techo para mi pais / Zwischen Metro und Hinkelstein

Un techo para mi pais / Zwischen Metro und Hinkelstein

Un techo para mi pais
Auf die Gefahr hin, mal etwas weniger Spannendes zu erzählen, möchte ich doch wenigstens festhalten, was noch so in Bogota passiert ist, bevor ich nach Medellin aufbreche. So besuchte ich noch das Botero-Museum (das ist der Künstler, der ständig dicke Menschen malt) und das Museo Nacional in Bogota (v.a. in der modernen Geschichte sehr interessant – aber seehr viel, und man muss sich mehr Zeit mitnehmen als wir), und lernte am 13.1. abends ein paar Freunde und Arbeitskollegen von Jenny kennen, mit denen wir ihren Geburtstag feierten (leckeres Kartofellgratein und viel zu viel Kuchen). Am 14. hätte es eigentlich eine grosse Berichterstattung vom Septimazo geben sollen, der aufgrund des Ferienendes und unserer späten Ankunft jedoch leider nicht so spektakulär war (die ganze Carrera 7 wird jeden Freitag abend zum Fussgängerbereich mit Musik, Tanz und Kunst… eine genaue Beschreibung in Jennys Blog). Was für eine doch so andere Art, seinen Freitagabend zu verbringen…
Auch ansonsten war ich ein bisschen glücklos – der sonst Samstags stattfindende Flohmarkt viel aus, das Unigelände war geschlossen, und als wir im Parque Bolivar ankamen, dämmerte es schon und fing kurz darauf fast an zu regnen. Eigentlich jedoch ein Wunder, dass das der einzige Regen meiner Zeit in Bogota war, und das hielt nicht mal wirklich lange an (und war für Bogota eigentlich lächerlich). Ich glaub ja immer noch nicht so ganz, dass Bogota so verregnet sein soll wie mir alle Welt erzählt hat – in meinen paar Tagen dort hatte ich grossteils strahlenden Sonnenschein 😉
Eigentlich wollte ich dann am Samstagabend ja schon nach Medellin fahren, entschloss mich kurzfristig jedoch, noch einen Tag zu bleiben, und so heute an einem Treffen von „Un techo para mi pais“ („Ein Dach für mein Land“) teilzunehmen. Das ist eine lateinamerikanische Organisation, die durch viel Freiwilligenarbeit (von grossteils wohlhabenderen Einwohnern) Häuser für Familien baut, die vorher in Barracken untergekommen sind. Mit nur einem Zehntel der Kosten und der tatkräftigen Unterstützung der Freiwilligen können diese dann in ein brandneues, schickes Holzhäuschen einziehen. Das Treffen heute war ein „Reencuentro“, also ein Wiedersehen mit den Familien, für die im Dezember Häuser gebaut wurden. Es war sehr interessant, selbige zu sehen und mit einer der Familie zu reden, die inzwischen schon einiges an ihrem Haus ergänzt und verbessert haben. Auf der anderen Seite war traurigerweise später zu beobachten, wie die Grenzen zwischen arm und reich eben doch nicht so leicht einfallen: beim Fussball spielten die Barrio-Jungs gegen die Techo-Leute, und nachher sassen sie auch jeweils in einer anderen Ecke für sich abgegrenzt. Ich will gar nicht den guten Willen absprechen, und selbstverständlich wurden auch das ein oder andere Mal Gespräche mit den „jeweils anderen“ geführt, doch allgemein blieb man doch eher unter sich… auch beim grillen nachher – was übrigens natürlich nicht, wie angesetzt, ein Mittagessen war (hatten uns immerhin schon um 9:30 getroffen), sondern letztenendes erst um 17:00 fertig war. Lateinamerikanische Planung und Zeitverständnis hatten unsere hungrigen Mägen einiges warten lassen. 🙂 Auf jeden Fall war es eine interessante Erfahrung, auch, um ein wenig des ärmeren Bogotas kennenzulernen – das übrigens keineswegs an Limas Armenviertel herankommt: viele Steinhäuser, teils asphaltierte Strassen, grössere Geschäfte – das wirkt geradezu gut ausgebaut im Vergleich zu manchen peruanischen Barrios, die kaum mehr sind als eine Ansammlung von Holzhütten auf Erd- und Sandhügeln… Kolumbien ist eben doch noch eine Spur wohlhabender als Peru.

16.1.11, Bogota, Kolumbien

Zwischen Metro und Hinkelstein
Schwer zu glauben, dass ich immer noch in Lateinamerika bin – aber da sitze ich tatsächlich in einer richtigen Metro! Ja, Medellin hat ein funktionierendes Metrosystem, so richtig mit Schienen… welches ich auch gleich ausprobierte, nachdem ich festern morgen mein Gepäck bei meiner Couchsurfing-Gastgeberin Jessica abgeliefert hatte (sie selbst war noch auf Arbeit). Metro und MetrocableSo fuhr ich mit der Metro A einmal bis in den tiefsten Süden, wieder hoch, und dann gen Westen mit der Linie B und der daran angeschlossenen Seilbahn, die noch drei Stationen weiter die Barrios mit der Stadt verbindet. Viele tolle Aussichten auf eine eindrucksvolle Stadt aus cooler Perspektive… und ihr könnt euch gar nicht denken, wie man ein Metro/Strassenbahn oder ähnliche öffentliche Verkehrsmittel vermissen kann, wenn man hier in Amerika ist. 🙂
Danach stürzte ich mich ins Gemenge, von der Plaza de los piez descalzos (Platz der nackten Füsse) über die alte, hübsch renovierte Eisenbahn-Station Dicker Reiter auf dem Botero-Platzrunter bis zur Plaza Botero: viele schwarze Statuen – natürlich dick, wie alles bei Botero. Paradox bis abstrus, doch interessant. Noch schnell bei dem Parque Bolivar vorbeigeschaut und dann zurück nach Villa Hermosa, wo ich Jessica nun auch zuhause antraf. Nach Chaufa-kochen (es lebe Peru!) trafen wir uns abends mit zwei Freunden in der Nähe ihrer Uni, wo lauter Alternative abhingen und wir die Zeit mit Gitarre, Wein und Poesie ganz gut verbrachten.

Heute hatte Jessica netterweise frei, und so brachen wir morgens nach Guatapé auf. Etwa zwei Stunden Busfahrt von Medellin entfernt, erreichten wir diesen v.a. aus zwei Gründen erstaunlichen Ort, beziehungsweise die Landschaft vor selbigem. Ich vor dem Stausee von Guatapé1.: Der Stausee. Auf keinem der Bilder sieht er auch nur ansatzweise aus wie ein Stausee – in echt ebensowenig, doch es ist tatsächlich von Menschenhand geschaffen. Die bis ins letzte Jahrhundert nur von einem Fluss durchquerte Berg- und Hügellandschaft wurde zur Elektrizitätsgewinnung mit Wasser gefüllt – so dass nun die bewaldeten, grünen Bergspitzen als Inseln und Netzwerk aus Halbinseln aus dem See herausragen, und soweit das Auge reicht eine Seenlandschaft bildet, die so unfassbar schön ist, dass man kaum an seinen künstlichen Ursprung glauben mag. Angeblich ist aber sogar irgendwo das Kreuz einer alten Kirche aus dem Wasser ragend zu sehen. Der Hinkelstein2.: La Piedra. Der „Stein“, in deutschen Artikeln gerne als „Hinkelstein“ bezeichnet (ich muss immer an Obelix denken), ist etwa 200 Meter hoch und überragt den Stausee am einen Ende absolut dominant. Und es ist wirklich ein einziger, riesiger Fels, mitten in der Landschaft. Niemand weiss so wirklich, wie es dazu kam. Man kann jedenfalls die mehrere hundert Stufen hochsteigen und hat von oben eine noch fantastischere Aussicht. Unglaublich. Leider ein bisschen nervig, dass da oben ein Laden mit Musik rumdudelt, wo man eigentlich die Ruhe der Natur sucht, aber ich kann schon froh sein, dass der Fels nicht wie zu Wochenenden von Menschen überflutet ist, sondern nur eine Handvoll einsamer Besucher herumstreunten, was das ganze sehr viel schöner machte.
Nach einer ganzen Weile da oben stiegen wir hinab und wanderten zum hübschen Ort Guatapé, assen leckeres Abendessen und erwischten nach einem kurzen Aufenthalt in einer der Buchten für den Sonnenuntergang noch den letzten Bus nach Medellin. Vollendeter kann ein Tagesausflug kaum sein, und meine Liste der Orte in der Welt, die ich nur jedem jedem jedem weiterempfehlen kann, ist um einen weiteren ergänzt worden 😉

18.1.11, Medellin, Kolumbien

Bogotá: Con mucho gusto

Bogotá: Con mucho gusto

Blick auf BogotaVom Cerro de Monserate, erreichbar per Seil- und Zahnradbahn, blicke ich hinab auf die 8-Millionenstadt Bogota, die ihre äussersten Viertel wie Finger in die umliegenden Berge schiebt. Auf der Rückseite des Hügels: unberührte Natur. Es ist mehr als nur ein Aussichtsounkt: man nimmt Distanz hier zu dem Chaos da unten. Candelera, BogotaMaursich beeinflusste Kirche in BogotaGestern war ich noch in der Innenstadt, die übrigens nebenbei gesagt ganz hübsch ist (u.a. im historischen Zentrum) und ein Teil dieser Massen, deie sich täglich durch die durchnummerierten Strassen schiebt und sich in überfüllte Transmillenio-Busse quetscht. Und jetzt stehe ich hier oben (übrigens schon wieder bei strahlendem Wetter, obwohl Bogota sonst dafür berühmt ist, verregnet zu sein) und betrachte all das… symbolisch für Soziologen, immer zwischen Nähe und analytischer Distanz schwankend 😉 . Und wo wir gerade beim Analysieren sind, muss ich doch auch mal ein paar Worte zu diesem Land loswerden, in dem ich mich gerade befinde.
Hartnäckig hält sich der Ruf seit mehreren Jahrzehnten, dass Kolumbien wahnsinnig gefährlich sei. Wer hier her kommt, sieht oft nur Cartagena, die von Mauern gesäumte, sichere Touristenhochburg an der Caribik. Lonely Planet hat nicht mal einen deutschsprachigen Reiseführer für diesees Land, und in jedem Artikel in Deutschland über Kolumbien finden minestens ein mal die Narcos und die Paramilitärs Erwähnung. Doch so ist Kolumbien nicht – zumindest nicht nur. Zweifellos, es gibt sie, die unwirtlichen Landstriche im Bürgerkriegsähnlichen Zusstand, und gerade gestern ist all das ein wenig näher gerückt – zwei mit zwar nicht persönlich, aber über 2 Ecken bekannte Biologiestudenten der Universität Los Andes in Bogota wurden auf einer Exkursion im Feld von Paramilitares umgebracht. Grundlos natÑurlich. Und so stimmt es natürlich, dass man hier auspassen muss, wo man hinreist, auf lokale Empfehlungen/Abraten hören sollte und mit offenen Augen durchs Land reisen muss. Und dass sich an vielen Strassenkreuzungen in Stadt und Land schwerbewaffnete Polizisten und Militärs befinden, ist ebenfalls Alltag.
Und doch: geschätzte 95% sind ehrliche, hilfsbereite Menschen, fern jeder Böswilligkeit, die ihnen ihr strenger katholischer Glaube ohnehin verbieten würde (auch wenn das natürlich in der Vergangenheit oft genug alles andere als ausreichender Grund war). Übers Ohr gehauen wir hier der interessierte Tourist wahrscheinlich weniger als in anderen Ländern Lateinamerikas: die Kolumbianer sind froh über jeden Ausländer, der trotz des Rufes hier her kommt und Interesse für sein Land, seine Kultur, seine Region und Stadt zeigt – insbesondere, wenn dieser Spanisch spricht. (Sonst ist es auch manchmal recht schwer, bei den Englischkenntnissen hier…). Jeder hilflose Besucher kommt nicht nur Hinweise, wo man besser nach Ladrones (Räuber/Diebe u.ä.) ausschaut, oft wird statt einer Wegbeschreibung der Suchende einfach gleich zum gesuchten Ort mitbegleitet, wofür sehr viel weniger eine kleine Entlohnung erwartet wird, als man als Südamerika-Reisender denken würde. Und wenn man von seinen Reiseplänen erzählt, begegnet man nicht etwa Neid auf den europäischen Reichtum, sondern Begeisterung für das Reisen – denn die Kolumbianer reisen selbst sehr gern. Zu Ferienzeiten strömen v.a. aus den Städten zahllose Familien (die es sich leisten können) zu den verschiedenen wundervollen Orten dieses Landes, und wer etwas Geld mehr hat, war auch schon in umgebenden Ländern oder sogar Europa. Natürlich kann sich das längst nicht jeder leisten, denn Kolumbiens Reichtum ist ungleichmässig verteilt. Viele Menschen arbeiten hart von morgens bis abends, um ihre Familie zu ernähren oder ein Studium zu finanzieren. Aber auch die, oder vielleicht gerade die, lassen kein schlechtes Wort auf sich kommen. Und auch wenn von Bediensteten bisher die Floskel „a la orden“ (zu Diensten) dominiert, hört man immer häufiger auch ein sehr ehrliches „con mucho gusto“ (mit grossem Vergnügen/sehr gerne). Und irgendwie spiegelt dieser Satz die kolumbianische Mentalität wieder – ob man sich mit Freunden unterhält oder einem Fremden den Weg zeigt, einen Kaffee ausschenkt oder den ganzen Tag nichts anderes tut als Seilbahntüren zu schliessen, ob man sich in einer Salsabar oder beim Glücksspiel amüsieren geht oder sich für seine Familie aufopfert: der Kolumbianer tut das meist con mucho gusto. Darum kann auch ich nur antworten auf die Frage, wie ich denn durch Kolumbien, dieses so vielseitige, zu Unrecht verrufene Land reise: con mucho gusto.

13.1.11, Bogota, Kolumbien

Bogotá und die Kathedrale aus Salz

Bogotá und die Kathedrale aus Salz

Salzkathedrale bei BogotaMeterdicker, von Salzkristallen durchzogener Fels trennt mich vom Tageslicht, doch der gigantische, in den Berg gesprengte Raum wird vom weiss leuchtenden Kreuz erhellt, dessen Licht von den Wänden wiederschimmert. Ich bin in der Salzkathedrale von Zipaquira, 1h von Bogotá entfernt und über 100 Meter unter der Oberfläche in einem Salzbergwerk. Da soll noch mal jemand sagen, Manizales hätte die schönste Kathedrale des Landes.
Mit Wiebke zusammen bin ich heute früh aus Bogota losgefahren, wo ich gestern nach langer Busfahrt in Jennys Wohnung angekommen war (und den Abend mit Benji, der hier kurzfristig untergekommen war, den Mädels und einem Bogoteño im historischen Zentrum verbracht hatte). Nach einem von schöner Natur umgebenden Bergaufstieg betraten wir die Minen und folgten 40 Minuten lang unserer Guia durch die Stollen, in regelmässigen Abständen an den 12 Stationenen Christis Leidenswegs vorbeikommend – die angenehm dezent abstrakt und symbolisch gestaltet waren, da der Salzstein sich nur zu geraden, geometrischen Formen hauen lässt (und so meist einfach ein Kreuz in unterschiedlichen Varianten zu sehen war). Dann, in einer Seitenkapelle der Kathedrale, der Salzwasserfall aus Kristallen und ein Taufbecken, in dem Babys mit Taufwasser betröpfelt werden, das 3x salziger ist als das Meer – und schliesslich der Hauptgang der Kathedrale. Es gibt wenig beeindruckenderes an Kirchenarchitektur – das riesige, in den Fels gehauene, weisse Kreuz, die von gedämpften Geräuschen gefüllte Höhle… surreal. Vor allem, wenn man weiss, dass ein paar hundert Meter weiter zahllose noch aktive Stollen gesprengt und geleert werden, um Unmengen Tonnen Salz zu produzieren. Hinter der Zona Comercial (noch abstruser, mitten im Fels ein Cafe zu finden) Wasserspiegel in der Salzkathedraledann der Espejo de Agua: auf den ersten Blick vermeint man, von seinem Steg stehend in eine Höhle unter einem zu sehen – doch der Schein trügt: nur 15 cm tiefes, hochsalziges Wasser vor schwarzem Grund erschafft den perfekten Spiegel, und was man sieht, ist nichts weiter als die Decke über einem. Und selbst nachdem man das weiss, hören die Augen nicht auf, dem Hirn diesen Trick vorzuspielen. Auf einem von schelmischem Blick begleiteten Tipp einer anderen Guia gehen wir zu den WCs – und finden auf dem Weg dahin mehrere Bergarbeiter, die ein Relief in den Salzstein meisseln und uns ein handgrosses Stück Salzkristall schenken. Was für ein gut investierter 20 000- Pesos Eintritt. 🙂
Wieder in die helle Sonne blinzelnd kehren wir ans Tageslicht zurück und schlendern durch den hübschen kleinen Ort mit Backsteinstrassen, bevor wir ins hektische Bogota zurückkehren.

11.1.11, Bogotá, Kolumbien

Lagunen-Jagd und Thermen

Lagunen-Jagd und Thermen

Lagunen-Jagd
So ziemlich die einzige FloraEs ist doch einfach nur eine Laguna auf 400m Höhe, mit ein paar tollen Pflanzen drum. Soll sehr schön sein. Leider kommt man nicht hin. Ich hatte ja schon in Salento festgestellt, dass man von da aus nur per überlanger Wanderung hinkommt, zur ach so tollen Laguna de Otún. Also fuhr ich am 5.1. nach dem Finca-Besuch nach Pereira, von wo aus das angeblich leichter ist. Nach viel herumforschen auf die Idee gekommen, nach Santa Rosas zu fahren, weil laut einem Online-Zeitungsartikel von 209 von da aus eine „brandneue“ Strasse nach Potosi (ca 1h Fussweg vom See) hochführt. In S. Rosas stellte ich jedoch fest, dass diese wohl in sehr schlechtem Zustand sei und man nur im selbst angemieteten Jeep hinkomme – für 80 000 Pesos. Leichter sei es von Manizales.
Also nutzte ich die Zeit in Santa Rosas und ging in die berühmten Thermen. Da hier noch Ferienzeit ist, war es mit 30 000 leider nicht grad billig, aber lohnte sich – vor einem schönen Wasserfall in heissen Bädern chillen. Wäre nur etwas weniger los gewesen, und hätte es nicht zu regnen angefangen. Aber ich war ja eh im Wasser, das lass ich mir doch nicht verderben. Wie üblich hörte es natürlich auf, als ich mich auf den Rückweg machte.
Am 7. früh brach ich auf in Richtung des vielgelobten Manizales. Weil hier gerade auch eine „Feria“ ist, ist natürlich wieder die ganze Stadt überfüllt und alle Hostels teurer, und so zahlte ich im Backpacker-Hostel Mountain House für ein Dormitorio ganze 30 000 (15$). Dafür lernte ich gleich nette Leute kennen, darunter die Münsteranerin Liza, mit denen ich gleich die Stadt erkundigen zog. Selbige ist zwar ganz nett, aber auch wieder nicht soooo umwerfend. Und dass die Kathedrale an der Plaza Bolivar die „schönste Lateinamerikas“ sei, ist wohl auch Meinungssache. Von hochgelegenen Barrio Chipre wars jedoch ganz schick mit grandioser Aussicht auf die umgebenden Hügel und Täler. Im Rahmen der Feria war dann dort abends auch ein „Festival de Musica Electronica“, das sogar tatsächlich gut besucht war (sonst ist hier wenig mit modernem Electro) – allerdings hauptsächlich von noch grade so Minderjährigen. Kamen uns schwer alt vor. Da dann noch eine kleine Anmerkung zur Extrabehandlung von Europäern: Alle Typen wurden abgetastet wie sonst was und mussten sogar ihre Gürtel abgeben. Als der Wachmann bei mir feststellt, dass ich nen Gürtel hab, und mich darauf hinweist, ich ihn aufgrund der Lautstärke aber nur halb verstehe, fragt er „de donde eres?“ (woher kommst du?) – „Alemania“ – „Tu no estas des pelea, verdad?“ (du bist nicht auf Streit aus, oder?) – „Por supuesto no!“ (Natürlich nicht!) … und schon liess er mich einfach so durch. Dass ich noch ein Taschenmesser dabei hatte, merkte er erst gar nicht.
Nachher trafen wir noch eine lokale Couchsurferin und gingen landesüblicher in einen Salsaschuppen. Und heute, ja, heute wollte ich eigentlich endlich zur Laguna de Otún fahren. Eigentlich…

8.1.11, Manizales, Kolumbien

Kolumbische Thermen
…Uneigentlich wurde da natürlich auch nichts draus. Nach einer Reihe sich widersprechender Informationen in Bezug auf Wanderzeit und Kosten fiel die Entscheidung stattdessen auf die Laguna Negra, noch vor dem Eintritt zum Nationalpark, sowie einer vom Mountain House empfohlenen Hosteleria. Also liessen Liza und ich unser Gepäck zurück und nahmen schliesslich gegen 2:00 einen Bus nach „La Esperanza“ („Die Hoffnung“), von wo aus angeblich nur noch eine halbe Stunde Fussweg fehlte. Erstmal war jedoch nichts mit der Hoffnung, weil unser Busfahrer vergass, uns Bescheid zu sagen / rauszulassen, obwohl ich ihn extra vorher darum gebeten hatte. Nach entspr. Rückweg im entgegenkommenden Bus war es schon nach 5, und die lokalen Verkäufer meinten, es sei vielmehr 1h Weg zur Laguna, plus 1/2 zur Hosteria. Trotzdem guten Mutes liefen wir los durch die schön grüne, hügelige Landschaft – bis ein fies bellender Hund Liza ins Bein biss. Zum Glück nicht allzu schlimm. Trotzdem waren wir ganz froh, als etwas später ein Auto vorbeifuhr und anhielt, um uns mitzunehmen. Juan-Carlos und seine französische Frau und Soziologie-Professorin in Bogota, Anne, wollten zur gleichen Hosteria, was uns nicht nur einen Lift bis dorthin verschaffte, sondern auch gleich einen günstigeren Übernachtungspreis inklusive leckerem Frühstück. Abends noch einen herrlichen Ausblick auf den schneebedeckten Nevado del Ruiz – was heute leider nicht mehr möglich war, weil die dickste Nebeldecke über der Landschaft hing. Nach der verfluicht kalten Nacht war es eine sehr gute Idee, mit Juan-Carlos (der heute seinen 47. feierte) und Anne zu dem Termal del Ruiz zu fahren. Wir hatten uns zwar leicht was anderes vorgestellt, als das einfache Poolbecken mit 30°-SulfatWasser (das war schon mit kaltem gemischt, in der natürlichen Quelle warens 70°) neben dem abgewirtschafteten, leerstehenden Hotel. Doch der alte Herr, der sich darum kümmert (und auch der Einzige vor Ort ist/war), führte uns noch zu der nahegelegenen Cascada, und so war es alles in allem nicht nur schön aufwärmend, sondern auch so ein schöner Geburtstag für Juan-Carlos. 🙂
Nach dem Rückweg zum Hostal boten sie uns noch an, uns bis zur Carretera mitzunehmen (von wo die Busse nach Manizales fahren), doch wir entschieden uns, den grossteils abwärts verlaufenden Weg zu laufen um mehr von der Landschaft mitzukriegen. Wurde leider nichts draus, weil es anfing zu regnen. Also suchten wir Zuflucht in einem Strassenrestaurantchen und warteten bei heissem Tee auf das Ende des Regenwetters. Welches, na klar, erst kam, als wir uns umentschieden hatten und schon für 10 000 Pesos im Jeep direkt nach Manizales sassen. Auch gut. So blieb dann in Manizales wenigstens noch ein wenig Zeit, um ein wenig durch die überfüllten Strassen zu schlendern und mich mit Strassen-Essen vollzufuttern… gehört hier schliesslich auch dazu. Morgen früh geht es dann nach Bogota, womit mein Cafetera-Ausflug wohl vorerst beendet wäre. Ich hoffe, ich kriege trotzdem noch guten Kaffee.

Kaffee-Welt

Kaffee-Welt

Kolibris in Acaime
Nach einem kurzen, wenig erzählenswerten Aufenthalt in Armenia, kam ich gestern nach einer Stunde Busfahrt in Salento an, wo ich im von Yvonne empfohlenen „Tierra Cafetera“ sehr gemütlich und freundlich unterkam (leckerer Kaffee inklusive!). Nach einigem Herumfragen änderte ich meinen bisherigen Reiseplan für die nächsten Tage – was ich im Kopf hatte, hätte 3 Tage Wanderung bedeutet – Fragen hilft 😉
Den Nachmittag wanderte ich durch das hübsch angestrichene Dorf, das abseits recht ruhig, auf der Plaza Bolivar und der Calle Real quirlig und von kolumbianischen Touris gefüllt ist. Einen Aussichtspunkt, eine angenehm dezente Kirche und einen zur Abwechslung mal nicht aus Schubkasten bestehenden Friedhof später ging ich mit dem Italiener, mit dem ich das Zimmer teilte, einen Kaffee trinken (was auch sonst – immerhin bin ich hier in der Region Cafetera) und verzehrte zwei leckerste Arepas (mit Käse und Schinken gefüllte Teiglinge mit Honig drauf!) und ein gigantisches Patacon (hartfrittierte, platte Banane) mit Tomaten-Zwiebelsausse plus einen Guanabanasaft, alles für 9000 Pesos (ca. 3,50 €).
Heute ging es dann auf Ausflug, wobei ich ehrlich gesagt etwas Geld hätte sparen können. Das für Pferd und Führer bezahlte Geld brachte mir nicht mal wirklich ein Zeitplus (wie erwartet und deshalb genommen, weil ich wegen morgendlichen Regens erst mittags aufbrach), sondern schützte mich nur ein wenig vor den fiesesten Schlammpfützen. Von Salento war ich stilecht stehend hinten auf einem Willy-Jeep nach Cocora aufgebrochen, nachdem es mittags vorerst aufgehört hatte zu regnen. Ziemlich genau eine halbe Stunde nach Aufbruch mit dem Pferd fing es wieder an zu regnen – bis ziemlich genau eine halbe Stunde vor Rückkehr. Wachspalmen in der Region CafeteraEin paar krasse Aussichten, u.a. auf die etwa 60 m hohen, von Humbold klassifizierten Wachspalmen und den Nebelwald schafften etwas Ausgleich. Nicht jedoch das „Naturreservat Acaime“, das als Zielort angesetzt war… eine ärmliche Finca mit ein paar Orchideen drumherumWahrscheinlich eine Orchideen-ArtKolibri bei Acaime und an 2 Händen abzählbare Kolibris – die zwar ganz nett zu beobachten waren, aber dafür insgesamt 4h Weg?! Angeblich sind es bei gutem Wetter sehr viel mehr und in verschiedenen Farben. Wer weiss – kann ich entsprechend natürlich schlecht beurteilen.
Nach der Rückkehr fing es wieder an zu regnen und so verkroch ich mich in Restaurants und Cafes mit schönem, schwarzen Kaffee. Hoffentlich wirds morgen besser. Kleine Anmerkung für alle Reisenden: habe meinen Rucksack gepackt, diesmal nach dem mir vorgeschlagenen Armee-POrinzip: alle Klamotten rollen statt falten. Verhindert knittern und ist ausserdem unglaublich platzsparend! – ich kriegte sogar den Schlafsack, der vorher draussen dranbaumelte, oben in den Rucksack gepackt. Warum hat mir das bloss vorher keiner gesagt? Militär ist halt doch zu irgendwas gut. 🙂

4.1.2011, Salento, Kolumbien

Kaffee-Welt
Was wäre ein Besuch in der Zona Cafetera Kolumbiens, ohne eine Kaffee-Finca? Eben, ziemlich sinnlos, und so brach ich heute früh zu Fuss zur anderthalb Stunden entfernten Finca de Elias auf. Nachdem ich fast in der direkt daneben gelegene, grossbeworbene Massenproduktionsfinca gelandet wäre, fand ich zum Glück doch noch zu der kleinen, biologischen, familiären Finca, die auf 3 Hektar Kaffee, Bananen und weiteres Kleinzeug anbauen, ein paar Hostelzimmer vermieten und eben Touristen rumführen. Und das ziemlich gut – wirklich empfehlenswert. Der sicherlich weniger Schälmaschine um die Kaffeebohnen freizukriegenJahre als ich zählende Jugendliche führte Die Kaffefrucht, hier an der Arabica-Pflanzedie gesamte Produktion vor, von der Anpflanzung der beiden Sorten Columbiana und Arabica (die übrigens vollkommen irrelevant für den Geschmack sind), über die Schälung und Trocknung bis zur duftenden, schwarzen Kaffeebohne nach der Röstung. Dass der mir angebotene Kaffee anschliessend natürlich hervorragend schmeckte, versteht sich von selbst. Frischer, duftender, köstlicher KaffeeGrade rechtzeitig vor dem nächsten Regenschauer schaffte ich es zurück nach Salento und brach von dort aus per Bus nach Pereira auf. – Kulturschock vom kleinen Dorf wieder in die Grossstadt, und erstmals wirklich ein bisschen Hostelsuch-Probleme gehabt. Nachdem mir die Touristinfo am Terminal einen sehr merkwürdigen Schuppen in Terminalnähe empfohlen hatte, bat ich einen Taxifahrer, mich zu einem günstigen Hostal im Zentrum zu bringen. Davon abgesehen dass er mir 3900 Pesos berechnete (weil dass der Mindestbetrag hier zu sein scheint!), war das Ding alles andere als billig – 50000 pro Person! Empört erzählte ich selbiges dem noch draussen stehenden Taxista, und er meinte ach so, na er kenne noch ein anderes in der Nähe wo er mich hinfahren könne. Aber natürlich nicht mit dem Taxometerstand von vorher, sondern mit neuem – der dann natürlich wieder auf 3900 Mindestbetrag wäre. Huevon. Ich suchte selber weiter, fand in der Nähe ein 10000-Pesos-Zimmer (das aber auch entsprechend grauenhaft war) und nachdem ich viele teure Hotels im Zentrum links liegen gelassen hatte, handelte ich schliesslich ein akzeptables Zimmer auf 20000 runter. Hier wäre ein Lonely Planet sicherlich hilfreich gewesen. Wie auch immer, jetzt muss ich nur noch ne Wäscherei finden, was zu Essen, und mein Tag ist erledigt 😉 Morgen gehts dann, falls das Wetter gut ist, wieder in die Natur… mal schaun!

5.1.2011, Pereira, Kolumbien

Neujahr auf Schwarzem Sand

Neujahr auf Schwarzem Sand

Abschied von Cali / Im Regen zum Strand
So, viel gibt es nachzuholen seit meinem letzten Eintrag, also werde ich mich kurz fassen. In Cali verbrachten wir den vorletzten TagSalsatänzerInnen beim Encuentro mit einem „Encuentro de Bailarines y Bailantes“ mit fantastischen Salsa-TänzerInnen zum bewundern auf einer OpenAir-Bühne unter strahlener Sonne. Abends waren wir dann noch bei einem echt aussergewöhnlichen Konzert der Band von Oscar (den wir beim Eröffnungskonzert kennengelernt hatten – ein etwas älterer Allround-Künstler): den Manison-Brothers. In einem heruntergekommenen Untergrund-Schuppen in San Antonio, 10 Lukas eintritt – sehr gut investiert! Die Band spielte eine krasse Mischung aus Hip Hop, Balken, Salsa und irgendwas jazzigem und die ihr direkt gegenüberstehenden Zuhörer feierten einfach mal bis spät in die Nacht diese Musik. Heute (siehe Datum) früh sind wir dann in Richtung Pazifik aufgebrochen und kamen 4 Stunden später in Buenaventura an. Bei Tag gesehen: was für ein hässlicher Ort. Bei Nacht: hab ich mich nicht getraut… 🙂 Wir kamen leider kurz nach Abfahrt des Bootes an und mussten so noch bis 4 Uhr dort rumgammeln, bevor wir nach Juanchaco fuhren – im Regen. Das war natürlich nicht so angenehm, und wir schützten uns notdürftig mit Plastikfolien, konnten so aber nur begrenzt die schöne Pazifikaussicht geniessen. Von Juanchaco ging es per Traktor (mit Anhänger… das hiesige Transportmittel der Wahl= für 2000 Pesos nach Ladrilleros und endlich hatten wir unser Ziel erreicht. Wir landeten schliesslich in einer Cabaña (sowas wie ein Bungalow) für grade mal 13000 pro Nase (2000 ist 1$) mi9t Mückennetzen und nah am Strand – wir fühlten uns richtig wohl. Nach einer hervorragenden Cena (wenn ihr mal da seit: geht zu Alicia!!!) war es schon spät, dass wir nicht mehr dazu kamen, zum Strand selbst kamen, das sollte die Überraschung für den nächsten Tag bleiben…

29.12.2010, Ladrilleros, Kolumbien

Schwarzer Sand
Schwarzer SandWir sitzen natürlich nicht im Schlamm vorm Meer, auch wenn es auf den Fotos so aussehen mag – der Strand besteht tatsächlich aus schwarzem Sand. Anfangs war ich recht enttäuscht, als wir von unserer Cabaña kommend am verdreckten Ministrand mit für 5000 Pesos vermieteten Plastikstühlen ankamen. Das hatte ich mir nach Oscars Schwärmereien anders vorgestellt. Immerhin entdeckte Wiebk jedoch in der Bucht nebenan einen zwar noch kleineren und in der Nähe eines Abfallhaufen gelegenen, aber wenigestens menschenleeren und handtuch-trockenen Strand, wo wir unsere Tücher ausbreiteten – und solang man nicht nach hinten guckt, ist das toll. Was fehlte, war die Ebbe – die schuf, als sie dann kam, einen immer grösser werdenden Strand, der die einzelnen Buchten miteinander verband, so dass wir von unserem Eckchen eine halbe Stunde bis zu einem riesigen, helleren Strand laufen konnten, an dem die dortigen Holzhütten jedoch seltsamerweise wie nach einem Sturm verlassen aussahen – die Hochseason beginnt eben erst am 3.1. …
Heute kam dann ein besonderes Ereignis. Darwin am Anfang der PiscinaNur wir drei, unser cooler Guia Darwín und der Dschungelsound – und vor uns die vollkommen natürliche Piscina (Becken) aus klarstem Flusswasser: was für ein Paradies. Der Grund besteht aus einem einzigen, gigantischen Fels, und unter dem Wasserfall lädt ein 3 Meter tiefes Becken zum vom-Fels-springen ein. Um die Piscina herum wächst die grünste Dschungelumgebung und vom weichen Stein kratzen wir schlammartige Konsistenz, die unsere Sonnenbrände kühlt. Die grade mal 15 Lukas/Nase teure Tour hat sich definitiv gelohnt. Wir sind um 10 Uhr los, grade nachdem der morgendliche Niesel abgeklungen war, und paddelten mit unserem 4er Kanu den Fluss entland zu diesem herrlichen Ort. Wer in Ladrilleros ist und hier nicht hinkommt, hat wirklich was verpasst. Der anschliessende Besuch bei einer Indigena-Poblacion war zwar enttäuschend, da hauptsächlich ein Zwischenstopp für Artesania – aber nach dem vorherigen Ausflug war ohnehin alles andere nebensächlich. Nach herrlichen gefüllten Kartoffeln klang der Abend wieder auf schwarzem Sand aus… diesmal jedoch im Schatten. Die Sonne ist fieser als man denkt, und ich hab mir natürlich doch nen Sonnenbrand geholt.
Ladrilleros' KüsteLadrilleros' Küste 2Ladrilleros' Küste 3

31.12.2010, Ladrilleros, Kolumbien

Neujahr
2011 hat angefangen – mit Meerblick. Okay, nicht ganz, ehrlich gesagt. Um 0:00 gestern abend (zumindest nach meiner Uhr) waren wir noch bei den Cabañas mit unserem tollen in Buenaventura gekauften Likör (fragt nicht was da alles drin ist), Aguadiente, Rum, dem britischen ersten Drummer von Razorlight Benji, seiner Gitarre und abgedrehten Versionen von „cheesy Popsongs“, Wiebkes ruhigen spanischen Songs und ein paar meiner Slamtexte, den beiden Berlinerinnen aus der Nachbarcabaña und zwischenzeitlich unser Guia Darwín und der Cabaña-Wächter Jesús. Ein sehr schöner Abend. Später gingen wir in die Rondell-Disko mit Blick aufs Meer – Wiebke konnte wegen ihres gestern veretzten Knöchels nicht tanzen, und so sassen sie, Jenny und ich erst mal ne Weile auf der Terassenmauer, schauten aufs Meer, wippten zu „Yo no sé mañana“ mit und genossen den klaren Sternenhimmel. Perfekt. Nachher gestellten Jenny und ich uns noch zu den anderen und unsere seltsam zusammengewürfelte Truppe tanzte die halbe Nacht durch.
Während die Ladrileños heute einfach mal weiterfeierten (gestern war das alte Jahr, heute muss das neue befeiert werden), chillten wir nochmal am Strand… wegen Wiebkes Fuss leider nicht am noch zu Fuss erreichbaren Barra-Strand (hinter dem oben erwähnten, verlassenen Strand), sondern wieder auf dem schwarz glitzernen Grund vor unserer Haustür…
Kann man ein schöneres Sylvester verlangen (ausser Wiebkes Fuss)? …kaum 😀
So viel dazu, ich hoffe ihr seit auch alle gut ins neue Jahr gekommen, wünsche euch viel Glück in 2011 und freue mich über jede Nachricht von euch!

1.1.11, Ladrilleros, Kolumbien